24.2.10

Le Struwwel-Max est mort, vive le Struwwel-Max


Derniere ist das Gegenteil von Premiere. Es ist also das aller-aller-letzte Mal, dass ein Stück aufgeführt wird.
DERNIERE - endgültig - vorbei ? !
Fremdwörterbuch: Dernier - Neuheit, letzter Schrei der Mode.
Ja, was nun?

Es war jedenfalls ein Ereignis, ja ein großes Ereignis im kleinen Figurentheater im Treptower Park. Gemeint ist die Derniere (letzter Bühnenauftritt) vom "Cabarett zum Struwwel-Max". Die Vorstellung ist Geschichte, sie war am Nikolausabend des letzten Jahrzehnts, aber dann kam Weinachten, dann Silvester und von da an nur noch Schneeschippen.

Waschinsky Koch Reich - ein einmaliges Dreigestirn für Musik-, Wort- und Puppenspielkunst. Fünf Jahre lang haben sie gespielt, erst oft, dann selten und noch seltener. Und jedesmal der Probenaufwand. Ein Feuerwerk braucht gute, sehr gute Abstimmung. Das sehe ich ein. Trotzdem sehr schade. Sehr sehr sehr schade.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Aufführung hier im Theaterchen ihr Publikum finden würde, auch mehrmals im Jahr und mit Ausklingen lassen am Lagerfeuer.
Aber der Meister bleibt hart: Struwwel-Max est mort.
Und wenn ich Meister sage, meine ich das so. Meisterhaft wie Peter Waschinskys Finger, Füße, Gesicht, Bauch - ja selbst Bart mitspielen lässt. Immer neue Geschichten entwickeln sich überraschend - auch zusammen mit "Frau Koch".

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